Mittelmeerkrankheiten bei Hunden

05.07.2023 15:07

Viele Hundehalter entscheiden sich dafür, einen Hund aus dem Tierheim oder aus dem Ausland bei sich in der Familie aufzunehmen. 
Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass diese Hunde auch Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten zeigen können.


Wir möchten Sie über einige dieser Krankheiten informieren.

Der Besitzer kennt seinen Hund am besten und stellt schnell Veränderungen an ihm fest. Es ist wichtig, die Zeichen richtig zu deuten und beispielsweise durch Blutuntersuchungen, Infektionen oder Krankheiten diagnostizieren zu lassen. 

Babesiose (Hundemalaria):
Überträger: Braune Hundezecke/Auwaldzecke 
Babesien sind Einzeller, die aus dem Mittelmeerraum kommen, sind aber mittlerweile auch in Deutschland verbreitet. 
Symptome: Abgeschlagenheit, Fieber, Blutungen, Erbrechen, Abmagern

Leishmaniose: 
Überträger: Weibliche Sandmücke (teilweise auch in Deutschland verbreitet) 
Leishmanien sind Einzeller, die sich zuerst in den Mücken entwickeln, dann durch die Mücke beim Stechen und Saugen auf den Hund übertragen werden und sich in den weißen Blutkörperchen vermehren. 

Symptome: Wir unterscheiden in 2 Symptomgruppen: 
Innere Organe können betroffen sein. Mattheit, Fieberschübe, Durchfall. 
Hautsymptome können auftreten. Haarlose Stellen (häufig Nasenrücken), Ohren und Augen sowie Veränderung der Krallen. 

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung):
Überträger: Stechmücken. Der Erreger ist ein Fadenwurm. 
Die erwachsenen Würmer halten sich in den Lungengefäßen oder der rechten Herzhälfte auf, können aber auch andere Organe besiedeln. Es sind jedoch nicht die Würmer selbst, sondern deren Larven die von der Stechmücke übertragen werden. Ob daraus dann erwachsene, geschlechtsreife Würmer werden oder nicht, ist abhängig von der Stärke des Immunsystems. Es gibt zwar wurmtötende Medikamente, tote Würmer sind Fremdkörper, die die Blutgefäße verschließen und können somit auch zu den Beschwerden beitragen. Vermutlich sterben mehr Hunde daran als an dem eigentlichen Wurmbefall. 

Symptome: Husten, Atemprobleme, Blut im Speichel, Wasseransammlungen (Beinen), Gewichtsverlust, schnelle Ermüdung, Vergrößerung der Leber und der rechten Herzkammer.

Infektion bedeutet nicht gleich Krankheit:
Nicht alle Infektionen führen zum Ausbruch der Krankheit. Wir behandeln unsere Patienten mit Naturheilmitteln, mit verschiedenen Substanzen, die das Immunsystem aufbauen. Sollte in schweren Fällen der Einsatz chemischer Antibiotika notwendig sein, bietet die Natur jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, die körpereigene Balance wiederherzustellen. 
Ein positiver Titer bedeutet, dass der Hund Kontakt mit den Erregern hatte, jedoch heißt das nicht, dass er auch daran erkranken muss. Hier spielt das Immunsystem eine entscheidende Rolle. 

Faktoren die zum Ausbruch führen können: 
Chemische Entwurmung, Stress, Impfungen…
Gerne können wir Sie hierzu beraten.

Thema Zecken: 

Es gibt mehr als 900 Zeckenarten. Sie gehören zu den Milben, alle Arten sind Blutsauger und können Krankheiten übertragen. 

Häufigster Befall bei Hunden & Katzen ist die Schildzecke. (Holzbock) 

Alle Zeckenarten reagieren auf Trockenheit vor allem in Verbindung mit hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung. Zecken wandern oft stundenlang über Ihren Wirt, bis Sie eine geeignete Stelle gefunden haben. Zecken haben ein Organ, mit dem sie Ausdünstungen ihrer Opfer „riechen“ können. Das sind vor allem Milchsäure, Buttersäure, Ammoniak, aber auch das ausgeatmete CO2.
Deswegen spielt auch hier die Fütterung eine große Rolle. Gerne können wir Sie zu einer gesunden, ausgewogenen Fütterung Ihrer Lieblinge beraten.

Borreliose:
Überträger: Holzbock
Ständig werden Hunde von Zecken befallen und auch gebissen. Es ist aber nur ein Bruchteil der Zecken mit Borreliose infiziert. Sollte dennoch eine Infektion stattfinden, bedeutet das nicht unbedingt eine Erkrankung. Hier spielt auch das Immunsystem wieder eine große Rolle.  
Auch für Zecken / Flöhe / Milben / Haarlinge können wir Ihnen in unserem Shop genügend natürliche Mittel anbieten. 

Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns gerne an oder schicken uns eine Mail!
Ihr Dr. Ziegler – Team 
 


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